Von den Externsteinen über den Bärenstein

Bei den Externsteinen handelt es sich um eine Sandstein-Formation bei Horn-Bad Meinberg im Teutoburger Wald.
Am höchsten Punkt sind sie ca. 40 m hoch und man kann sie gegen Eintritt erklimmen.
Ich war dort schon einige Male, auch oben auf den Steinen. Gewandert bin ich dort aber noch nie, deshalb fiel die Wahl an diesem Sonntag auf eine etwa 10 km lange Tour mit Start und Ziel an den Steinen.

Geparkt habe ich direkt bei den Externsteinen, wo es mehrere große Parkplätze gibt. Ein Tagesticket kostet derzeit € 4,00. Als ich gegen 09:15 Uhr dort ankam, war auf den Parkplätzen noch nichts los, aber bei gutem Wetter kann es spätestens am Mittag trotz der vielen Parkplätze eng werden! Es gibt noch einen Wanderparkplatz nahe dem Bärenstein, der kostenlos ist, soweit ich das sehen konnte. Man kann natürlich auch dort in die Strecke einsteigen.

Früh morgens ist man fast alleine

An den Steinen startet die Tour und man kann sich entscheiden, ob man sie mit oder gegen den Uhrzeigersinn gehen möchte. Ich habe mich für mit dem Uhrzeigersinn entschieden, was sich am Nachhinein als gute Entscheidung herausgestellt hat.

Der Weg verläuft über die komplette Runde (mit 500 m Asphalt als Ausnahme) über mal über breite und schmale Forst- und Waldwege, die mal mehr, mal weniger geschottert sind. Über einen solchen Weg gelangt man zunächst zum Europäischen Wanderkreuz

Hier kreuzen sich der Europäische Fernwanderweg E1 und der Europaradweg R1. Auf dem E1 könnte man von hier bis zum Nordkap oder -in der anderen Richtung- bis nach Salerno in Italien wandern. Der R1 führt einen entweder nach Boulogne-Sur-Mer / Calais oder nach St. Petersburg, wenn man die Gegenrichtung einschlagen möchte.
Hätte ich die Wahl und würde es mir zutrauen, würde ich wohl am ehesten nach Salerno oder zum Nordkap laufen wollen. Welche Richtung würdet ihr einschlagen? Lasst mir gerne einen Kommentar mit der Antwort da!

Grob lässt die Runde sich für mich in zwei Teile aufteilen.
Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen. Sonnige Wege wechseln sich mit schattigen Wegen im Wald ab und es gibt entlang der Strecke einiges zu entdecken.

Zurzeit wird in den Wäldern oft ein ziemlicher Kahlschlag betrieben. Auf dieser ersten Hälfte sieht man davon zum Glück noch nicht so viel. Lediglich die Holzsammelstellen zeugen davon. Ich gebe zu, dass ich die gar nicht so schlimm finde. Auf dieser Runde war eine sogar mein Pausenplatz und ganz bequem.

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Bald wächst die Verpflegung wieder direkt am Weg

Meine Pause mache ich, wenn möglich, etwa auf der Hälfte meiner Touren. Entsprechend ging es nach der Pause direkt hinein in die zweite Hälfte und führte als erstes in eine Matschpartie. Wenn es in den Tagen zuvor geregnet hat, ist der Weg dort schlammig und die tiefen Reifenspuren der Waldfahrzeuge werden zu teichgroßen Pfützen. Es ist rutschig und man muss vorsichtig laufen.

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Hat man wieder trockenen und festen Boden unter den Schuhen, sieht man auch, was diese Fahrzeuge angerichtet haben. Rechts und links stehen kaum noch Bäume. Es ist tragisch, ich habe wirklich fassungslos dagestanden. Leider gibt es dort auch nichts, was davon ablenken könnte.

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Nach einem kleinen Anstieg, der sich ohne Probleme meistern lässt, geht es zurück in den Wald. Ich muss zugeben, ich war froh darüber. Hoffentlich wird der nicht auch noch abgeholzt. Von nun an wandert man in Richtung Bärenstein. Dort sollte es gemäß der Karte ein paar interessante Sachen zu sehen geben. Außerdem war ich auf den Bärenstein sehr gespannt, denn er wird bereits auf der Straße zu den Externsteinen ausgeschildert.

Entlang der Strecke gibt es immer mal wieder Bänke für eine kleine Rast. Darunter auch ein Himmelsliege, wie man sie mittlerweile an vielen Wanderwegen findet. Ich empfehle allerdings, den Sessel links liegen zu lassen, denn ein paar Meter weiter weist ein Schild zu einem Aussichtspunkt und dort gibt es eine Hängematte!

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Ganze 30 Minuten hatten die Hängematte und ich nur einander. Es ist herrlich, darin zu liegen und zu dösen.
Einen schönen Ausblick hat man von dort auch. An der Tafel, die man im Bild links sieht, kann man Vogelstimmen raten. Den Kuckuck habe ich sogar auf Anhieb erkannt…

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Nach der etwas längeren Pause ging es an Stahlschafen vorbei hinauf zum Bärenstein. Schaut euch dort unbedingt rechts und links vom Weg gut um. Hier stehen einige gut versteckte, rustikale Bänke. Viel Aussicht hat man von diesen Bänken zwar nicht, aber dafür hat man sie meist für sich! Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen. Der Weg ist schön, mäßig steil, aber wenn ein Berg schon an der Straße ausgeschildert ist, hätte ich oben auch einen speziellen Hinweis erwartet.

Ist man vom Bärenstein herunter, ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt der Runde. Was man der zweiten Hälfte zugute halten muss, die Beschilderung ist grandios! Fast alle 200 m steht ein Wegweiser. In der ersten Hälfte habe ich mich an die Route auf dem Handy gehalten, weil man mal auf dem Blaubeerpfad unterwegs ist, dann wieder auf dem Ritter, Römer, Riten Weg und noch einigen anderen mehr.

Auf der letzten Treppe vom Bärenstein herunter spürt man, dass man wieder bei den Externsteinen angekommen ist. Es wird laut und voll auf dem Weg. Bis dahin war ich so manchen Kilometer gelaufen ohne jemanden zu treffen.

Wer sich nach der Tour direkt bei den Steinen stärken möchte, kann das entweder im Restaurant (drinnen gilt zurzeit die 3G Regel, auf der Terrasse nicht) oder am Kiosk tun. Ein Informationszentrum zu den Externsteinen gibt es ebenfalls.

Insgesamt eine zweigeteilte Runde. Die ersten Hälfte ist sehr schön und es gibt viel zu sehen. Die zweite Hälfte leidet sehr unter der Abholzung des Waldes. Das sieht stellenweise leider wirklich schlimm aus und die Fahrspuren der Waldfahrzeuge sorgen nach Regen für viel Matsch. Gegen Ende des Weges ist der Rastplatz mit der Hängematte ein echtes Highlight!

Informationen (Stand 09 / 2021)

  • Name: Von den Externsteinen über den Bärenstein
  • Start / Ziel: Parkplatz Externsteine (Tagesticket € 4,00)
  • Länge: ca. 10 km
  • GPX (den Abstecher von und zu Punkt 1 habe ich nicht gemacht, weil ich nicht dort gestartet bin)
  • überwiegend geschotterte Forst- und Waldwege, ca. 500 m Asphalt
  • weitere Informationen

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