Momentan sonnen wir uns bereits im Frühling bei Temperaturen um die 20°C, aber gerade eben habe ich in den News gelesen, es droht nochmal ein Wintereinbruch mit Frost und Schnee. Der Winter hat also keineswegs schon den Rückzug angetreten.
Wenn du zu den Outdoorfreunden gehörst, die auch im Winter gerne eine Nacht draußen verbringen (oder es ausprobieren möchtest), aber eine Frostbeule bist, dann ist warme Kleidung ein Muss! Ein kuschelig warmer Pulli, eine dicke Jacke, Handschuhe, Buff und Mütze sowieso, aber was ist mit den kalten Füßen abends im Zelt oder der Hütte? Kann man dagegen vielleicht noch mehr tun, als dicke Socken einzupacken?
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Das kann man auf jeden Fall!
Beispielsweise mit den Mos Daunenschuhen der Marke Nordisk, die ich uA auf einer Winterübernachtung bei deutlichen Minusgraden in einer Trekkinghütte im Sauerland getestet habe.

Daten
Mos Daunenschuhe
Größe S = 38 (verfügbar in den Größen XS – L, entsprechend Schuhgrößen 31 – 46)
Farbe – Fiery Red (insgesamt 8 verschiedene Farben erhältlich)
Gewicht, nachgewogen – 143 g (ohne Packbeutel), 166 g (inklusive Packbeutel)
Material – 100% Polyester
Füllung – 100% Gänsedaunen, RDS zertifiziert
Preis – € 19,99 – 39,99 (je nach Farbe)
Daunenschuhe, vielseitig einsetzbar
Mir sind die Mos Daunenschuhe schon vor rund zwei Jahren zum ersten Mal in einem Shop aufgefallen und nie aus dem Kopf gegangen. Ich war gegenüber Draußenübernachtungen im Winter skeptisch, weil ich speziell im Winter immer friere. Kalte Füße sind dabei ein großes Thema. Entsprechend spannend fand ich die Daunenschuhe, habe sie damals aber im Laden gelassen.
Nun habe ich sie mir aber doch zugelegt, da eine Winternacht in einer ungeheizten Trekkinghütte bei Minustemperaturen anstand. Darauf wollte ich möglichst gut vorbereitet sein.
Die Schuhe sind aber nicht nur für solche Gelegenheiten geeignet. Du kannst sie natürlich auch zuhause tragen, in einer Hütte, dem Zelt, dem Camper, wo immer du kalte Füße befürchtest. Allerdings nur im Innenbereich. Obwohl die Mos Daunenschuhe eine Sohle von ca 1 cm Dicke haben, sollten sie nicht draußen oder gar bei Nässe getragen werden.
Ich habe sie auf der Übernachtung sogar nachts im Quilt angelassen, was ebenfalls kein Problem und sehr gemütlich und warm war.

Erster Eindruck
Auf mich haben die Mos Daunenschuhe bereits damals im Laden einen sehr guten Eindruck gemacht. Dieser hat sich nun nach dem ersten Einsatz bestätigt. Sie sind wunderbar leicht und fühlen sich -abgesehen von der Sohle natürlich – herrlich weich an. Der „Einstieg“ ist relativ eng geschnitten, wodurch die Schuhe fest am Fuß sitzen. So kann auch von oben keine Kälte eindringen. Innen sind die Schuhe mit einem kuschelweichen Teddystoff gefüttert. Das Außenmaterial ist dagegen eher glatt und hat ein minimales Raschelproblem, was mich an den Füßen aber nicht stört.
Die Sohle ist stabil und sogar rutschfest.
Abstehende Fäden von den Nähten gibt es an keiner Stelle. Die Logos bzw Schriften an den Fersen sind angenehm dezent gehalten.
Größe S (entspricht 38) passt bei mir wie angegossen.

Mos Daunenschuhe während einer Winternacht
Wie geschrieben habe ich die Daunenschuhe erstmals in einer Trekkinghütte im Winter ausprobiert. Als wir dort ankamen, lagen den Temperaturen noch über 0°C und wir haben uns den Abend mit einem leckeren Essen und Kartenspielen vertrieben. Bereits dabei hatte ich die Daunenschuhe an, denn natürlich saßen wir mit unseren Sitzkissen auf dem blanken Holzboden. Während die Kälte nach und nach unter Pullover und Jacke kroch und auch vor der Wanderhose keinen Halt machte, blieben meine Füße wohlig warm. Abgesehen davon, fühlten die Schuhe sich auch sehr kuschelig weich an.
Der Härtetest war die Nacht, in der die Temperatur draußen mit etwa -3 °C deutlich unter den Gefrierpunkt sank.
Ich kann dazu nur sagen, dass ich in der ganzen Nacht warme Füße hatte. Die Daunenschuhe haben ihren Job perfekt gemeistert!
Dazu habe ich sie auch in meinem Quilt keine einzige Sekunde lang als unkomfortabel empfunden, eher wie ein sehr dickes Paar Socken.

Transport & Pflege
Die Mos Daunenschuhe werden in einem Transportbeutel aus Mesh geliefert, der sich mit einem leichtgängigen Reißverschluss öffnen und schließen lässt. Durch das Netz kann eventuelle Feuchtigkeit optimal entweichen. Außerdem verfügt der Beutel über einen kleinen Karabiner. Damit lässt er sich zum Beispiel außen am Rucksack befestigen.
Das Schild in den Schuhen rät einzig zu Handwäsche, keine Maschinenwäsche, kein Trockner, kein gar nichts!
Bitte halte dich unbedingt daran!


Streitthema Daune
Daunen sind ein ewiges Streitthema. Mit Recht sogar, wie ich finde.
Es gibt es Produkte, in denen Daunen verarbeitet sind, die aus unwürdigster Tierhaltung stammen. Lebendrupf und Stopfmast sind dabei zweifelhafte Selbstverständlichkeiten! Stell dir vor, man reißt dir bei lebendigem Leib die Haare aus oder stopft dir ein Rohr in den Hals, durch das man dir Essen eintrichtert. Ob du willst oder nicht. Mir wird schon schlecht, wenn ich nur daran denke!
Es gibt aber auch Firmen, in deren Kleidungsstücken Daunen verarbeitet sind, die unter verschiedenen Auflagen gewonnen werden.

RDS-Siegel
Am bekanntesten ist vermutlich das RDS-Siegel, der „Resposible Down Standard“. Er sichert u A zu, dass die Daunen nicht vom lebenden Tier gewonnen werden und dass auch keine Zwangsfütterung stattfindet. Vom Schlüpfen bis zur Schlachtung ist sichergestellt, dass es den Tieren gut geht. Beteiligte Betriebe können jederzeit unangekündigt draufhin geprüft werden.
IDFL
Das IDFL (International Down and Feather Laboratory) ist ein unabhängiges Prüfinstitut, das die komplette Lieferkette der Daunen kontrolliert und verschiedene Zertifizierungen durchführt. Quasi von den Elterntieren und den Farmen bis zum Schlachthof. Dabei sind Punkte wie Rückverfolgbarkeit, Qualität, Nachhaltigkeit und Reinheit wichtig. So wird zB sichergestellt, dass die Daunen nicht von lebenden Tiere gewonnen werden.

Nachgefragt: Das sagt Nordisk zu ihren Daunenprodukten
Da ich mich -speziell wenn es um Tiere geht- nicht alleine auf Produktbeschreibungen verlasse, habe ich bei Nordisk nachgehakt und schon nach wenigen Tagen eine sehr freundliche Antwort erhalten.
Darin wurde mir versichert, dass die von Nordisk verwendeten Daunen sowohl dem RDS, als auch der Kontrolle der IDFL unterliegen. Weiterhin hat Nordisk seinen eigenen Daunenkodex entwickelt um Tiere und Umwelt noch besser zu schützen, den sogenannten Ethical Down Code. Die Daunen sind demzufolge ein Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie. Sie werden also nicht vom lebenden Tier gewonnen. Sie stammen aus Europa und die Tiere haben Zugang zu gesunder Nahrung, Licht und Unterschlupf. Die Herdengröße wird überwacht und Transport und Haltung sind tiergerecht und werden ebenfalls streng kontrolliert. Jedes Produkt ist mit einem Code gekennzeichnet, der Auskunft über die Herkunft der Daune und die Vogelart gibt.
Meine Daunenschuhe tragen keinen solchen Code, was ich ebenfalls hinterfragt habe.
Dazu schrieb mir Nordisk
[Zitat]
Grundsätzlich sind all unsere Produkte RDS-zertifiziert. In der Regel ist diese Zertifizierung auch direkt am Produkt ausgewiesen. Warum dies bei den Daunenschuhen nicht explizit gekennzeichnet ist, konnte ich leider nicht abschließend klären. Ich kann dir jedoch versichern, dass auch hier ausschließlich zertifizierte Daune verwendet wird, die die Anforderungen sogar deutlich übertrifft.

Kälte vs Skepsis
Mir ist bewusst, dass gewisse Tierschutzorganisationen Nordisk und mir diese Argumentation und Erläuterungen um die Ohren hauen würden. Tot ist tot. Egal, ob für Daunenschuhe oder Gänsebraten. Es muss nicht sein, dass wir Menschen etwas von Tieren gewinnen. Es gibt gute synthetische Alternativen, wie beispielsweise Apex.
Mir passt es bis heute nicht ganz, dass ich mich für Daunenschuhe entschieden habe.
ABER ich friere von Oktober bis Mai und zwischendrin noch dazu. Ich kann es absolut nicht brauchen, bei einer Draußenübernachtung kalte Füße zu riskieren. Auch im Sinne meiner Gesellschaft nicht. Dazu bieten Daunen das beste Wärme-zu- Gewicht-Verhältnis und sind schon aus Großmutters Zeiten erprobt was Wärme anbetrifft. Mit Apex habe ich keine Erfahrung und somit kein Vertrauen. Bisher gab es nichts, was meine Füße warm gehalten hat.
Daher habe ich mich zum Kauf der Nordisk Mos Daunenschuhe entschieden.
Ich würde aber bei Daunenprodukten immer auf das RDS-Siegel, IDFL Kontrolle oder einen Code wie den Ethical Down Code von Nordisk achten.

Fazit
Trotz leichter Bauchschmerzen wegen der Daunen liebe ich meine Mos Daunenschuhe. Sie werden mich auf jeder Tour begleiten, auf der es nur ansatzweise kalt werden könnte. Die Schuhe haben mich souverän durch eine eiskalte Nacht im Sauerland gebracht und damit mein Vertrauen gewonnen. Sie sind bequem, sogar im Quilt / Schlafsack während des Schlafens, haben eine feste Sohle und ein plüschig weiches Innenfutter. Sie eignen sich fürs Zelt, für die Hütte, den Camper und natürlich auch für zuhause.
Dank der Siegel und dem freundlichen und offenen Kontakt bezüglich der verwendeten Daunen hat die Marke Nordisk bei mir einen vertrauenswürdigen Eindruck hinterlassen.
Neben warmen Füßen, sind auch warme Hände ein Thema, schau dir gerne meinen Test zu einem coolen Trinkbecher an!
