Wasser marsch! – Im Wassermuseum Mülheim

Der Aquarius Wasserturm wurde 1893 von August Thyssen erbaut. Über Jahrzehnte hinweg versorgte er Industrie und Privathaushalte mit Wasser. Im Jahre 1912 wurde der Turm an die RWW verkauft, die bis heute Betreiber des Museums ist. Der Turm ist stolze 50 m hoch und ein echter Hingucker. Außerdem steht er unter Denkmalschutz und zählt zur Route Industriekultur. 1992 wurde im Turm das Aquarius Wassermuseum eröffnet, das multimedial über das Thema Wasser informiert. Von einer umlaufenden Plattform in etwa 40 m Höhe kann man den Ausblick vom Turm genießen.

Einfach schwimmen, einfach schwimmen

Geschwommen sind wir nicht, auch wenn sich im Museum alles ums Wasser dreht. Wir sind mit der Bahn nach Mülheim gefahren um uns das Wassermuseum anzuschauen. Das funktioniert mit der Bahn plus einen kurzen Spaziergang ganz gut.
Der Wasserturm ist wahrlich ein Hingucker, vor allem für Türmefans wie mich. Ich war -zumindest von außen- schon mal ziemlich begeistert. Außerdem gehört der Turm zur Route Industriekultur und das heißt, es gibt dort einen Stempel im Stempelpass.
Die Begrüßung und die kurze Einweisung an der Kasse waren super freundlich und zuvorkommend. Man bekommt eine Chipkarte, mit der man die verschiedenen Stationen in Gang setzen und benutzen kann. Zu den Stationen gibt es dann Quizfragen und wenn man diese beantwortet, kann man sich am Ende der Austellung eine Urkunde audrucken lassen. Eine sehr schöne Idee!
Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Etagen, wobei ein Aufzug vorhanden ist. Man kann aber natürlich auch die Treppen nehmen.

Wassergeräuschen lauschen
Wasser interaktiv

An unserem Besuchstag (ein Sonntag) war zwar nicht viel los im Wassermuseum, allerdings musste man trotzdem lange Warten an den Stationen. Die Präsentationen an den Terminals sind meistens sehr umfangreich. Wenn sich jemand komplett damit beschäftigt, dann dauert das ordentlich lange. Dadurch sind auch bei wenig Betrieb viele Terminls gleichzeitig belegt. So viel Platz ist in dem Turm nicht, daher mag ich mir nicht vorstellen, wie das bei richtig Betrieb ist. Man will einander ja nicht auf den Füßen stehen.
Das Thema „Wasser“ ist -auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so klingt- ausgesprochen umfangreich und interessant. Das Museum gibt einen umfassenden Einblick und Informationen in Hülle und Fülle. Dafür muss man gerne lesen und bereit sein, sich mit längeren Texten zu befassen. Ob das kindertauglich ist, da bin ich mir nicht sicher. Abgesehen davon, sind einige Geräte und Bildmaterial sichtlich schon etwas älter. Aber es ist zu sehen, dass das Museum an seiner Ausstellung arbeitet und sie modernisiert. Einige richtige Mitmach-Stationen zum Ausprobieren gibt es ebenfalls, im Vergleich zu den Terminals sind es aber wenige.Viel Wartezeit kann man sich damit nicht vertreiben.
Insgesamt zog sich der Besuch für uns speziell durch die Wartezeiten an den Terminals sehr und unter „interaktiv“ hatten wir uns auch etwas anderes vorgestellt als mit einer Chipkarte Texte lesen zu können. Obwohl keiner von uns ein Problem damit hat, längere Texte zu lesen. Aber ist das interaktiv? Wir haben es als recht trocken empfunden. Die nicht interaktiven Mitmach-Stationen haben dagegen Spass gemacht. Vor allem die Rohrpost ist richtig genial! Wir konnten Grönland sogar helfen! Mehr verrate ich hier dazu aber nicht! Die Ausicht vom Turm kann sich auf jeden Fall sehen lassen!

Informationen (Stand 06 / 25 )

Adresse – Burgstraße 70, 45476 Mülheim an der Ruhr
Öffnungszeiten – Di – So 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt – € 7,00 (Erwachsene), € 4,00 (Kinder ab 5 Jahren)
ÖPNV – S-Bahn bis Mühlheim-Styrum oder Bus bis Mühlheim Schloss Styrum
Aquarius Wassermuseum

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