Der Bärenkopf ist ein 294 m hoher Berg im Kalletal. Zusammen mit dem Wihupsberg, dem Rotenberg und dem Habichtsberg bildet er ein rund 380 Hektar großes Naturschutzgebiet. In der Nähe befinden sich die Orte Langenholzhausen und Hohenhausen, die zur Gemeinde Kalletal gehören.
Im Frühling 2024 hatten wir uns eines schönen Wandertags die Bärenkopfroute mit ihren 8 km vorgenommen, sind guter Dinge losgefahren, aber nach wenigen Metern hatte mein Kreislauf plötzlich gar keine Lust mehr und wir haben die Tour abgebrochen.
2026 bekam sie als Neujahrswanderung eine zweite Chance. Da wir einen kurzen Teil bereits in 2024 gelaufen sind, entspricht diese Runde nicht genau der Bärenkopfroute. Sie führt aber dennoch dorthin!
Start- und Zielpunkt ist ein sehr rumpeliger Wanderparkplatz an der Rintelner Straße, auf dem man vorsichtig fahren sollte!

Direkt am Parkplatz schickt ein Schild einen auf die Bärenkopfroute und damit in den Wald. Bergauf geht es hier ebenfalls schon. Die ersten Meter kannten wir noch aus 2024, aber damals haben wir sehr früh abgebrochen, daher waren wir bald auf bisher unbekannten Wegen unterwegs. Am Wegesrand tauchte eine gemauerte Wand auf, quasi eine einzelne Wand von einem Gebäude. Einst gab es hier einen Steinbruch und sogar heute sieht ma noch einige Relikte. Wir haben überlegt, aber es wirkte nicht so als lohne sich eine nähere Erkundung. Außerdem wäre es eine ungemütliche Durchschlageübung gewesen um zur Mauer zu kommen. Dafür war es zu früh.

Was die Wanderung auszeichnet, das sind die angenehmen Wege. Waldwege und Waldpfade, immer schön weich und bequem zu laufen. Asphalt gibt es so gut wie gar nicht. Es ist natürlich die eine oder andere Wanderautobahn dabei, aber auch wildere Abschnitte. Und weil komoot einfach komoot ist, hat es uns doch nicht ohne einen Irrweg aus der Tour gelassen. Vor einem Vierteljahrhundert mag es ein richtiger Weg gewesen sein, heute ist es keiner mehr. Genauer gesagt ist heute gar nichts mehr davon zu sehen und wir sind ganz ordentlich herumgeirrt. Endlich wieder auf einem Weg waren die Füße nass, wir aber dennoch ziemlich froh.

An einem Feld entlang und über einen Trampelpfad bietet sich bald der Blick auf Langenholzhausen, das an diesem Neujahrstag still und verträumt in der Landschaft lag. Überhaupt haben wir auf dieser Runde lediglich am Parkplatz jemanden gesehen, ansonsten waren wir gefühlt alleine unterwegs. Erst als wir schon wieder im Anlauf auf den Parkplatz waren, begegneten uns einige Gassigänger. Lippe startete ruhig ins neue Jahr. Im Kalletal kann ich noch eine weitere Wadnerung empfehlen, die zur Windmühle Bavenhausen führt und mit 11 km etwas länger ist als unsere Runde zum Bärenkopf.

Nun steht der Aufstieg auf den Bärenkopf an. Zunächst läuft man noch entspannt zwischen Feldern entlang und durch einen urigen Hohlweg. Auf dem Abschnitt liegt die hübsche Rotenbergbaude, die aber leider verschlossen war. Sehr schade, wirklich, wir hätten sie für unsere Trinkpause gut brauchen können. Das Wetter war an diesem Tag komplett ungemütlich, düster, eisig kalt und mächtig windig. Selbst hinter der Hütte fanden wir kaum Schutz vor der Witterung, also fiel die Trinkpause ziemlich kurz aus. Später sollte es sogar noch Schnee geben, wenn man der App Glauben schenken wollte.

Das letzte Stück hinauf auf den Bärenkopf war dann doch noch ganz schön anstrengend, aber wir haben es geschafft. Bis zum Bärenkopfstein war es dann nicht mehr weit. Ein etwas größerer Stein hätte es aber schon gerne sein dürfen. Wer zügig den Weg entlangläuft, der könnte ihn glatt übersehen.
Kaum oben angekommen, begann es zu Kälte und Wind auch noch leicht zu flocken. Der Schnee kam so pünktlich wie die Maurer. Wir haben uns also auch hier am Stein nicht lange aufgehalten und auf dem Rückweg wurde es prompt mehr mit dem Schnee. „Damals“ haben wir uns über die ersten Flocken gefreut. Da wusste noch niemand, wieviel Schnee wir in diesem Winter noch sehen würden.


Für uns ging es nun zügig in den Abstieg, der Tag war wettermäßig wirklich nicht zum Wandern geeignet. „Eine Tour nur für das Immunsystem“, wie wir in einem solchen Fall gerne sagen. Einen kleinen Haken mussten wir noch schlagen und es galt auch noch einen letzten kurzen Aufstieg zu meistern, doch dann kamen die Autos auf dem Parkplatz bereits wieder in Sicht. Ja, Plural: AutoS! Wie geschrieben waren inzwischen außer uns noch ein paar andere Verrückte in dem Usselwetter unterwegs.

Diese Wanderung auf den Bärenkopf kann man machen, ich würde sie aber nicht als Pflichtprogramm im Kalletal bezeichnen. Die Wege sind schön, man ist sehr viel im Wald unterwegs und der Aufstieg zum Stein auf dem Gipfel ist durchaus leicht knackig. Davon abgesehen hält sich der Schauwert aber in engen Grenzen. Es mag natürlich sein, dass wir das ekligste Wanderwetter überhaupt erwischt haben (kalt, nass, windig und düster) und die Route daher wenig Attraktives an sich hatte, aber nur daran wird es nicht gelegen haben. Wenn du der Runde eine Chance geben möchtest, dann suche dir unbedingt einen sonnigen Tag aus.
| Name | Warm-up Wanderjahr 2026 – Der Bärenkopf im Kalletal (GPX) |
| Länge | ca 8 km |
| Auf- & Abstieg | ↑ 320 ↓ 310 |
| Start- / Zielpunkt | Wanderparkplatz Rintelner Straße bei Dalbke |
| Wegbeschaffenheit | Waldwege, Waldpfade |
| Aktualität | 01 / 2026 |
