Urban Trail Bochum – Bochums Kiez.Hopping

Im Ruhrgebiet ist seit Frühling 2026 offiziell Stadtwandern angesagt!
Nämlich auf den sogenannten Urban Trails, die in Zusammenarbeit der Ruhr Tourismus GmbH, des Sauerländischen Gebirgsvereins, des Regionalverband Ruhr und des Tourismus NRW entstanden bzw entstehen.
Bisher gab es vier Urban Trails: in Dortmund, Hagen, Mülheim und Oberhausen. Jetzt im Sommer sind gleich fünf neue Trails dazugekommen. Dieses Mal in Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Duisburg und von Herne über Recklinghausen nach Herten.
Die Länge der Trails variiert weiterhin zwischen 7 und 15 km, wodurch sich moderate Halbtages- oder Tagestouren ergeben.
Ziel ist es, die touristisch wenig bekannten, besonderen Quartiere und Sehenswürdigkeiten zu zeigen, wobei die Themen Kunst, Kulur, Food und Naherholung eine zentrale Rolle spielen.

Nachdem wir das bisherige Quartett erwandert haben, musste es natürlich gleich weitergehen mit den Urban Trails. Die Wahl fiel dieses Mal auf den Urban Trail in Bochum. Der Trail ist eine Rundwanderung von etwa 11 km und beginnt und endet am Bochumer Hauptbahnhof.

Vom Bahnhof aus führt die Route zunächst in Richtung Innenstadt, die sie an dieser Stelle leicht streift. Direkt mitten hinein ins Zentrum gelangt man aber nicht. Schon hier kommt man an einigen Lokalen und Cafés vorbei, darunter auch das Katzencafé „Katzentempel“, wo wir durch das Fenster tatsächlich eine Katze erspähen konnten. Das Café ist auf jeden Fall für einen weiteren Besuch in Bochum vorgemerkt, denn bereits im Katzencafé in Minden hat es uns sehr gut gefallen! Ich möchte hier kurz die Chance nutzen, mich zu entschuldigen. Auf der Homepage der Urban Trails werden sehr häufig tolle und szenige Lokale an den Routen angepriesen. Wir hätten dir gerne schon mal eines davon gezeigt, aber wenn wir Sonntagfrüh unterwegs sind, sind die meisten davon leider geschlossen. Dabei würden wir wirklich gerne mal eines testen, aber so ergibt sich das wohl leider nicht so bald. Aber wir bleiben dran!

Nachdem man die Bahnschienen überquert hat, gelangt man auf einen bei Sonne und Wärme angenehm schattigen Spazierweg, an dessen Ende sich ein silbriger Buckel erhebt. Wir konnten das Gebäude zunächst gar nicht einordnen, aber dann fiel uns das Planetarium Bochum ein, das wir aus einem Hörspiel kennen. Es war daher sehr cool, es einmal selbst zu sehen. Auch das Planetarium ist direkt auf die Liste gerutscht. Immerhin beginnt bald die wettermäßig sehr ungemütliche Zeit, in der man nicht immer Lust auf eine Wanderung hat. Außerdem haben wir vor zwei Jahren bereits die Sternwarte Bochum besucht, da darf das große Planetarium nicht fehlen! An unserem Wandertag war am Planetarium so einiges los, es scheint sich also zu lohnen!

Nun führt die Strecke eine Weile durch den Bochumer Stadtpark. Wer eine kurze Rast einlegen möchte, der findet hier zahlreiche Bänke dafür vor. Der Park ist tatsächlich ganz nett, da gab es auf anderen Urban Trails bereits weniger angenehme Parkanlagen.
Sogar einen waschechten Aussichtsturm gibt es im Park, nämlich den Bismarckturm. Mit seinen 33 m ist er der höchste Bismarckturm in NRW. Eigentlich liegt er wohl sehr hübsch auf einer kleinen Anhöhe. Als wir dort waren war drumherum allerdings eine große Baustelle und der Bauzaun vor dem Turm war geschlossen. Für uns sah es nicht so aus als wäre der Turm derzeit zugänglich. Soweit ich gelesen habe, wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen. Also werden wir Bochum auch für den Bismarckturm nochmal einen Besuch abstatten müssen. Von der Aussichtsplattform soll man einen wunderbaren Blick über die Stadt haben.

Am großen Teich im Stadtpark kann man bei trockenem Wetter Tretboote ausleihen. An so etwas komme ich immer ganz schlecht bis gar nicht vorbei. Für eine halbe Stunde kostet solch ein Tretboot 9,00 €, für eine Stunde sind es 15,00 €. Wir entschieden uns spontan für eine halbe Stunde und für das Tukan Tretboot. Zum einen sollte es ja nur ein kleines Highlight auf der Wanderung sein, zum anderen kann man den Teich in 30 Minuten schon gut erkunden. So groß ist er nicht. Aber es gibt eine schöne Fontäne und sogar einen Wasserfall, an den man aber nicht direkt herankommt. Die kleine Runde kreuz und quer auf dem Teich hat bei dem schönen Wetter richtig Spass gemacht und der Tukan hat uns sicher über das Wasser geleitet.

Wieder mit festem Boden unter den Füßen erreichten wir bald danach eine wunderbar grüne und urige Kleingartenanlage. Ich bin jedes Mal wieder begeistert davon, dass man im Ruhrgebiet durch so viele solcher Anlagen einfach hindurch laufen darf. Jede Wette, bei uns hier wäre das komplett verboten. Dabei gibt es doch so viele hübsche Schrebergärten, die das Anschauen absolut lohnen.
Über dieser Anlage hier ragt sogar der beeindruckende Förderturm des Deutschen Bergbaumuseums Bchum auf, dem man mit jeden Schritt näher kommt bis man schließlich das Gelände des Museums erreicht. Wir haben dort nur einen kurzen Fototstopp eingelegt um den Turm einmal vor blauem Himmel zu knipsen. Bei unserem Museumsbesuch vor zwei Jahren ragte der Turm leider in einen scheußlich grauen, verregneten Himmel.

Die nächste sehenswerte Station auf dem Bchumer Urban Trail ist der Westpark und damit auch die Jahrhunderthalle. Zu dieser Halle wollten wir für den Entdeckerpass der Route der Industriekultur schon seit zwei Jahren, aber nie hatte es gepasst. Letztes und dieses Jahr haben wir nicht gestempelt, da die Stempelstellen sich jedes Jahr wiederholen. Zwei- oder gar dreimal in das gleiche Museum, das ist nicht so richtig unser Ding. So haben wir die Jahrhunderthalle und das Gelände auf der Wanderung nur von außen gesehen, was aber für sich alleine schon beeindruckend ist. Im Westpark und an in der Halle finden über das Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen statt. Mich reizt seit Jahren schon der Historische Jahrmarkt.

Im Endspurt des Urban Trails Bochum kamen wir dann tatsächlich an einem kleinen Café vorbei, das sicher in die Rubrik „cool und szenig“ fällt. Da wussten wir aber bereits, dass wir noch den nächsten Zug nach Hause erwischen konnten, wenn wir nicht weiter trödeln würden. Daher haben wir die Chance nicht wahrgenommen. Du merkst es vielleicht, es sammeln sich immer mehr Gründe an, nochmal nach Bochum zu kommen.
Das große Wandgemälde mit dem Pottwal haben wir uns aber doch noch zwei Minuten länger angeschaut. Entlang des Trails gibt es immer mal wieder größere und kleinere Wandgemälde, der Pottwal ist aber defitniv das größte und auf jeden Fall ein Foto wert.

Der Urban Trail Bochum hat uns durchweg sehr gut gefallen! Es gibt richtig viel zu sehen und zu entdecken an der Route. Wenn du ausreichend Zeit hast, kannst du dir auf dem Weg das Planetarium anschauen oder dem Bergbaumuseum einen Besuch abstatten. Sobald der Bismarckturm wieder geöffnet hat, lohnt er bestimmt auch einen Abstecher und eine kleine Tretbootfahrt im Stadtpark ist auch ein echtes Highlight to go. In der Rangliste der bisherigen Urabn Trails mischt Bochum ganz weit vorne mit.

NameUrban Trail Bochum – Bochums Kiez.Hopping (GPX)
Längeca 11 km
Auf- & Abstieg↑ 130 ↓ 100
Start- & ZielpunktHauptbahnhof Bochum
Wegbeschaffenheitdurchgängig angenehme Spazier- und Wanderwege
Aktualität08 / 2026
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Ein Gedanke zu “Urban Trail Bochum – Bochums Kiez.Hopping”

  1. Wie schön, dass ihr in meiner Heimatstadt wart. Bochum geht aus meiner Sicht natürlich immer 😅 aber ich bin da wohl ein wenig voreingenommen.
    Das Planetarium ist wirklich super, preislich ok und mit tollen Themenvorstellungen. Freut mich, dass Bochum den Wanderweg gut hinbekommen hat, an ranzigen Ecken würde es uns wohl auch nicht mangeln. 🤷
    Danke, dass du die Urban Trails vorstellst, dann nehme ich mir direkt die schönsten zuerst vor. 💪

    Liebe Grüße, Christiane

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