Erdbeerdöner und Erbeerwurst – Unser Besuch in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen & was er uns gekostet hat

Die Karls Erlebnis-Dörfer (vormals Erdbeerhöfe oder Erlebnishöfe) kannte ich mein Leben lang nur aus dem Fernsehen oder gelegentlichen Meldungen in den Google News oder den sozialen Medien. Daher wusste ich, dass sich in diesen Freizeitparks alles rund um das Thema Landwirtschaft dreht, im Speziellen um die Erdbeere. Auf mich wirkten die Dörfer komplett auf die ganz junge Besucherschaft ausgerichtet, daher habe ich nie den Weg zu einem dieser Dörfer auf mich genommen. Denn diese gab es bis kürzlich vor allem in den nördlich und östlich gelegenen Bundesländern.

Seit dem 22.07. 2026 gibt es aber nun auch ein Karls Erlebis-Dorf in Oberhausen, was für mich / uns deutlich schneller zu erreichen ist. Nachdem ich ein Video vom Eröffnungstag gesehen hatte, stand fest: dieses Dorf müssen wir uns bei Gelegenheit anschauen. Denn neben Fahrgeschäften und Spielmöglichkeiten gibt es auf dem Gelände auch zahlreiche Shops und Snackmöglichkeiten.


Eintritt & Bezahlung

Der Eintritt in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen ist kostenlos, viele  Attraktionen im Park dagegen müssen extra bezahlt werden. Die Bezahlung erfolgt dabei ausschließlich bargeldlos! Es werden Kredit- und EC-Karten akzeptiert. Zudem kann man am Eingang an einer Art Wechselstube Bargeld auf die sogenannte PayKarl Karte einzahlen und damit im Dorf bezahlen. Ist nach dem Besuch im Dorf noch Restguthaben auf der Karte, kann man es sich wieder auszahlen lassen, was ich persönlich sehr fair finde!
Ich bin Fan von Bargeld, kann aber nachvollziehen, dass man nicht an so vielen Kassen im Park Geldbestände haben möchte.

Karls PayKarl Karte
Tageskarte trotz freiem Eintritt?

Wie schon geschrieben, der Eintritt in den Park ist grundsätzlich erstmal kostenlos. Trotzdem kannst du auf der Homepage Tageskarten (und auch Jahreskarten) kaufen. Mit diesen Karten kannst du bestimmte Attraktionen im Dorf am gewählten Tag so oft nutzen wie du möchtest. Speziell als erwachsener Besucher solltest du auf der Homepage prüfen, ob die inkludierten Attraktionen interessant für dich sind. Eine Tageskarte hätte sich für uns nicht gelohnt. Bei Kindern dagegen kann sie sich  schnell auszahlen! Die Fahrgeschäfte kosten in Oberhausen regulär zwischen 3,00 € und 5,00 €.
Das ist teuer, gar keine Frage! Aber auch nicht teurer als ein Fahrgeschäft auf einer Kirmes.
Mit einer Tageskarte kann man also durchaus etwas Geld sparen, wenn man begeisterter Karusselfahrer ist.

Mitgebrachtes Essen & Getränke

Öffnet man die Homepage von Karls, ploppt sofort die Meldung auf, dass man Essen und Getränke bitte zuhause lassen möge. Ausgenommen sind eine 0,5 l Wasserflasche, Babynahrung und Fläschchen, sowie Kekse und Reiswaffeln für Kleinkinder. Kindersnacks also, die man im Dorf nicht kaufen kann. Den Hinweis findet man auch am Eingang vom Dorf. Wir haben allerdings keine Taschenkontrollen mitbekommen. Das soll nun niemanden motivieren, sein Picknick einzuschmuggeln! Es ist aber durchaus möglich, dass es Stichproben gibt.

Unser Besuch

Wir waren rund sechs Wochen nach Eröffnung von Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen an einem Sonntag dort. Das Wetter war an diesem Tag sehr sommerlich. Also waren eigentlich alle Voraussetzungen gegeben für einen einen komplett überfüllten Tag im Dorf. Allerdings waren wir schon morgens gegen elf Uhr dort und sind gegen 14 Uhr wieder gegangen. Es war voll, ging aber tatsächlich noch. Man konnte sich problemlos im Dorf umschauen. In den Shops war es etwas drängeliger, aber dort ist es halt enger durch die Regale und Aufsteller. Trotzdem konnten wir gut durch die Gänge schlendern. Auf das Essen haben wir etwa 10 Minuten gewartet. Alles soweit vertretbar und vergleichbar mit anderen Parks.

Erdbeer-Döner mit (Über)schlag

Die Fahrt bzw dem Flug mit dem Erdbeer-Döner können wir empfehlen! Er ist neben der Raupenbahn das spektakulärste Fahrgschäft im Dorf und erinnert an den Twister auf einer Kirmes. Eine Fahrt kostet pro Person 5,00 €. Im Erdbeer-Döner kann man seine Schmetterlingsgondel mit Geschick und Schwung zum Überschlag bringen, was natürlich ein Highlight ist. Uns ist es trotz aller Bemühungen leider nicht gelungen. Spass hat die Fahrt dennoch gemacht. Alleine schon für den Ausblick über das Dorf lohnt es sich. Taschen und Rucksäcke dürfen nicht mit in die Gondel. Dafür steht am Landeplatz jeder Gondel eine Box bereit, in der man seine Sachen für die Dauer der Fahrt deponieren kann. Das ist sehr praktisch! Für die Fahrt haben wir rund 30 Minuten angestanden, was aber auch in jedem anderen Freizeitpark an einem solchen Tag so sein dürfte.

Shopping in den Dorf-Läden

Ich glaube, es gibt nichts, was Karls nicht mit seiner Brand versehen hat! Brot, Snacks, Marmelade und Süßigkeiten, praktische Haushaltshelfer und Massen an Stehrümchen. Wer mag, der kann sich komplett in Karls kleiden. Für mich waren vor allem die Shops im Dorf interessant und der Hauptgrund, wieso ich einmal dorthin wollte. Nicht um mich arm zu kaufen, aber um ausgiebig zu stöbern. Es ist alles so bunt, so urig und so liebevoll gestaltet. Natürlich auch komplett überladen und teils kitschig, aber die Mischung stimmt einfach. Es gibt so viel zu entdecken und die meterhohen Regale mit den Tee- und Kaffeekannen sind wahrlich beeindruckend. Man findet so viele lustige, aber auch nützliche Kleinigkeiten, da macht das Stöbern richtig Spass.
Ein Kühlschrankmagnet mit Raupi durfte mit und hat € 2,00 oder € 3,00 € gekostet. Da habe ich auf Reisen schon mehr für einen Magneten bezahlt. Maik hat eine Tüte Kaffeepulver mitgenommen und auch die lag mit € 8,00 im normalen Rahmen.

Raupi
Currywurst, denn wir sind im Ruhrgebiet

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für einen Snack oder auch ein größeres Menü in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen. Wir haben uns für das Curryversum entschieden. An diversen Details im Dorf erkennt man deutlich, dass man dem neuen Standort ein wenig Rechnung tragen möchte. Darunter das Curryversum, in dem es Currywurst mit Soßen in verschiedenen Schärfegraden gibt. Bei der Wurst kann man zwischen klassisch und Geflügel wählen. Es gibt sogar eine Erdbeerwurst! Fritten bekommt man dazu natürlich auch, genauso wie Softdrinks und Slushys.
Unsere Wahl fiel auf die Geflügelcurrywurst mit der Soße in mittlerer Schärfe, dazu Fritten und eine Cola und eine Limo. Die Wurst war nur okay, die Pommes dagegen sehr gut, knusprig und gut gesalzen. Der Preis für alles zusammen für zwei Personen lag bei 23,70 €.

Ein Spaziergang im Dorf

Selbst wenn du weder etwas essen oder kaufen möchtest und auch Karussells nicht magst, dann solltest du auf jeden Fall einen Dorfspaziergang unternehmen. Viele der Attraktionen und natürlich auch die meisten Fahrgeschäfte oder Aktivitätsstationen und Spielplätze sind draußen zu finden, teilweise sogar überdacht, was bei nicht so schönem Wetter praktisch ist. Es gibt auch hübsche Sitz- und Rastmöglichkeiten wie beispielsweise bunte Traktoren mit Tisch. Im September hielten allmählich der Herbst und Halloween Einzug ins Dorf, das war hier und da bereits gut zu erkennen. Solch ein Dorfrundgang ist ganz nebenbei noch dazu komplett kostenlos. Inzwischen dürfte das Erlebnis-Dorf gänzlich in der Herbst- bzw Erntezeit angekommen sein, was sich sicher auf die Gestaltung auswirkt. Auch das nahende Halloween sollte mittlerweile ein großes Thema sein.

Was hat uns der Besuch in Karls Erlebnis-Dorf gekostet?

Das haben wir zu zweit ausgegeben

PostenKosten
Eintritt0 €
2× Currywurst + Pommes + Getränkca. 23 €
2× Fahrgeschäft10 €
Magnetca. 2–3 €
Kaffeeca. 8 €
Gesamtca. 44 €

Einfach gerechnet sind das 22,00 € pro Person für ein Menü, Souvenirs und ein Fahrgeschäft. Das ist viel Geld, das möchte ich auf keinen Fall schönreden! Das könnte auch ich mir nicht jeden Monat leisten und erst recht nicht mehrmals in einem Monat. Außerdem ist natürlich klar, dass z.B. eine Familie mit Kindern über dieser Summe liegen dürfte. Aber ich finde die immer wieder zu lesende Darstellung, man müsse dort zwangsläufig ein Vermögen ausgeben, etwas überzogen. Zwei Menüs bei McDonalds wären mindestens genauso teuer gewesen, Magnete kosten andernorts teils bis zu 5,00 € und eine Karussellfahrt auf der Kirmes liegt im gleichen Preisbereich wie bei Karls. Wer bei den Fahrgeschäften etwas sparen möchte, der wählt eine Tageskarte. Was man für Shopping und Essen ausgeben möchte / kann, das hängt letztlich von eigenen Budget ab.  Ich denke, der freie Eintritt suggeriert einen kostengünstigen Ausflug und das stimmt ganz klar nicht. Es ist aber auch nicht so, dass jeder Minimum 100,00 € an einem Tag dort lassen muss.

Das fand ich beim Service schade

Es gibt in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen einen Automaten, aus dem man einen 0-Euro-Souvernirschein ziehen kann. Ich sammele solche Scheine schon seit Jahren, darum wollte ich mir gerne auch diesen holen. Am Automaten hing ein kleines Schild, dass derzeit daran gearbeitet würde. Der Automat war aber dennoch angeschlossen, die Beleuchtung funktionierte und auch das Touchpad für die Bezahlung war aktiv. Daher haben wir unser Glück trotzdem versucht. Es hat aber weder mit der EC-, noch mit einer Kreditkarte funktioniert. Ich habe mir dann eigens dafür eine PayKarl Karte geholt und mit fünf Euro aufgeladen, aber auch das klappte nicht. Das Geld habe ich mir wieder auszahlen lassen und nach dem Besuch eine Nachricht ans Erlebnis-Dorf geschickt. Darin habe ich freundlich die Situation erklärt und gefragt, ob man mir (natürlich gegen Kostenübernahme!) einen solchen Schein zuschicken könne. Die Antwort fiel enttäuschend aus. Ob ich an der Wechselstube gefragt hätte, dort hätte man oft welche von diesen Scheinen.
Nein, das hatte ich nicht natürlich nicht, denn das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht.
Einen Schein zu versenden, dazu habe man keine Möglichkeit.
Wirklich sehr schade!
Vielleicht wäre es eine Idee, diese Scheine in einigen der Shops anzubieten um nicht der Technik „ausgeliefert“ zu sein.

Unser Fazit

Wir hatten rund drei schöne Stunden in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen. Wenn man früh dort ist, ist es selbst an einem so sommerlichen Tag noch erträglich voll. Das Dorf, die Shops und die Fahrgeschäfte, alles ist sehr hübsch und liebevoll gestaltet mit einem Hang zum Kitsch. Das ist absolut positiv gemeint! Man kann im Dorf wirklich eine gute und unterhaltsame Zeit haben, auch wenn man aus der Schule / dem Kindergarten längst heraus ist. Günstig ist solch ein Besuch nicht, uns ist aber auch nichts aufgefallen, was im Vergleich preislich aus dem Ruder gelaufen wäre.

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