Halloween Run 2021 – Wie war’s?

Wie schon in diesem Artikel angekündigt, hatte ich mich dieses Jahr für den Halloween Run von laufenmachtgluecklich.de angemeldet. Ein Charity Run, bei dem man sich zwischen Walken und Laufen, sowie verschiedenen Distanzen entscheiden konnte.

Meine Wahl fiel auf Walking und eine Distanz von 10 km. Ich bin und werde nie ein Läufer sein, das kam nicht infrage. Aber 10 km ist eine Distanz, die ich vom Wandern gut kenne und die ich mir jederzeit zutraue. Welche Geschwindigkeit beim Walking der offizielle Durchschnitt ist, weiß ich nicht. Aber ich kenne mein Tempo beim Wandern und habe für den Run die Latte etwas höher angelegt. Die 10 km sollten in maximal 2 Stunden geschafft sein, so der Plan.
Zeit und Distanz habe ich wie üblich mit der Galaxy Watch 3 gemessen und die schaltet die Messung aus, sobald man stehen bleibt und setzt sie fort, wenn man sich wieder bewegt. Das war bei dem Run sehr nützlich

Bei der Strecke habe ich mich für eine entschieden, die ich ohnehin bereits für eine Wanderung eingeplant hatte: 5 km am Mittellandkanal entlang. Auf der einen Seite hin, auf der andern zurück. Hauptsache, es gibt immer etwas zu sehen und das Risiko sich zu Verlaufen liegt irgendwo bei Null (ein frommer Wunsch, wie sich herausstellen sollte…).

Gestartet bin ich morgens um kurz vor zehn in der Nähe der Zigarrenfabrik Südhemmern. In den Wohnstraßen dort kann man mit etwas Glück das Auto abstellen, einen Parkplatz gibt es genau dort nicht.
Das Wetter sollte an diesem Tag eher mäßig sein, auch ein Grund, weshalb ich die Sache in maximal zwei Stunden über die Bühne haben wollte. Um sicher zu gehen, habe ich den Run mit Kopfhörern und Musik absolviert. Beim Wandern käme mir das niemals in den Sinn.

Außerdem war ich nicht alleine unterwegs. Ich hatte Begleitung. Auch etwas, das ich beim Wandern selten bis nie habe.
Weil der Run am Halloween Wochenende stattfand, musste es natürlich ein passender Begleiter sein, und der stand praktischerweise zuhause im Regal.

Für einen Sonntag war an diesem Tag auf dem Kanal einiges los. Damit war von der Seite her unterwegs für Unterhaltung gesorgt, ganz wie gewünscht. Ich mag weder wandern, noch walken ohne dabei etwas zu sehen. Auf der Strecke an sich war dagegen erfreulich wenig los. Das Wetter schien auch besser zu sein als angekündigt. Vor allem kein Sturm, wie die Wetter-App tagelang stoisch behauptet hatte und wo ich mich schon in den Kanal gepustet sah.

Woher die Idee kam, dass es an einem Kanal möglich sein müsse, stumpf 5 km geradeaus laufen zu können, ich weiß es nicht. Soviel sei verraten, auf meinen 5 km ging es nicht, denn etwa auf der Hälfte stand eine Firma samt Hafen im Weg. Ich habe vorsichtig um die Ecke geschaut und es ging wirklich nicht geradeaus weiter. Bei Häfen bin ich immer etwas paranoid und stelle mir vor, wie ich ein Loch übersehe und im Wasser liege. Völliger Quatsch, ist aber so.
Also ging es auf einem Rad- und Wanderweg um diesen Hafen herum.

Der Weg ist nicht sehr spektakulär, aber er bietet ein paar nette Aussichten ins Land. Leider gibt es immer solche Leute, die scheinbar abends auf der Couch überlegen, wo sie ihren Problemmüll entsorgen können und letztlich beschließen, mit dem ganzen Gerödel in die Pampa zu fahren und es dort an den Wegrand zu schmeißen. So ist es auch auf diesem Abschnitt.

Zurück am Kanal stand bereits der Endspurt des Hinwegs an. Genau 5 km konnte ich nicht treffen, weil dort einfach keine Brücke stand. Auf dem kleinen Stück Zuschlag gab es aber noch eine Anlegestelle samt Schiff zu sehen, da marschiert man doch gerne nochmal einen halben Kilometer weiter bis zur nächsten Brücke. Die Sache mit den 500 m Extraweg und gern an dieser Stelle einfach mal im Hinterkopf behalten, bitte. Ebenso dass ich anfangs bereits etwas davon geschrieben hatte, dass ich mir sehr sicher war, mich nicht verlaufen zu können.

An der Brücke angekommen war sogar eine kleine Pause drin. Etwas trinken und den Begleiter nochmal in Szene setzen. Ich muss gestehen, ich habe es da schon ganz schön gemerkt, dass ich schneller unterwegs war als beim Wandern. Ich war gar nicht böse drum, dass es nun schon zurück ging.


Und dann kam es: einmal über die Brücke und zielstrebig in die falsche Richtung marschiert. Nochmal ein halber Kilometer bis mir auffiel, dass der Kanal irgendwie auf der falschen Seite war. Also wieder zurück, die Brücken angeschaut und glaubt es mir: die sehen sich teilweise schon sehr ähnlich.
Dann kam die Anlegestelle, der Hafen und erst da war ich mir sicher, wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Meine Orientierung ist einfach nicht der Rede wert. Noch nicht mal, wenn mir auf dem Handy googlemaps und GPX Viewer zur Seite stehen.

Man sieht auf den Fotos ganz gut, dass man am Kanal Asphalt oder anderen festen Grund unter den Schuhen hat. Ein Wanderweg würde so bei mir durchfallen, aber als Walkingstrecke habe ich es als angenehm empfunden. Es sollte zügig vorangehen, da braucht man keine Wurzeln zum Stolpern.
Kurz vor dem Ende habe ich noch eine Station von einem Multi Cache entdeckt ohne überhaupt danach zu suchen. Dafür komme ich sicher nochmal her. Sobald ich weiß, welcher Cache es ist…

Nach knapp 1:50 h hatte ich die 10 km geschafft. Also hätte ich ruhig noch zehn Minuten mehr irgendwo in die falsche Richtung laufen können. Nächstes Mal dann, wenn ich für den Cache zurückkomme.

Was bleibt zum Schluss zu sagen? Der Run hat Spaß gemacht, die Strecke war eine gute Wahl und das gesetzte Zeitziel habe ich auch gut eingehalten. Trotzdem ist mir Wandern lieber. Ich hatte nach dem Run tatsächlich Muskelkater.
Organisatorisch hat alles prima geklappt. Von der Anmeldung über die Motivation bis zum Start bis hin zum Starterpaket und den Ranglisten am Ende.

Ehrlich, ich war mir am Ende sicher, mit meiner Zeit keinen Blumenpott zu holen. Mir war es sowieso viel wichtiger gewesen, dass ich die Strecke in weniger als 2 Stunden schaffe. Und das hat wunderbar geklappt.
Daher hat mich das Ergebnis ganz schön überrascht und natürlich gefreut.
Übrigens bin ich seit dem Run offiziell eine Seniorin. So nennt sich die Altersklasse, in die man in meinem Alter dort geführt wird. Das drucke ich mir noch aus, dann gibt es demnächst irgendwo meinen ersten Seniorenteller. Ich freue mich schon.


Informationen

  • Halloween Run 2021 (GPX)
  • Start- / Endpunkt Zigarrenmuseum Südhemmern
  • Länge: 10 km
  • fester Untergrund
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