Ahornweg Etappe 1 – Von Hilter am Teutoburger Wald nach Wellingholzhausen

Der Ahornweg ist ein rund 104 km langer Wanderweg im Osnabrücker Land. Auf der Karte gleicht er grob einer liegenden Acht. Er bringt es in seinem Verlauf auf beinahe 2000 Höhenmeter und zählt zu den ältesten Wanderwegen in der Region. Markiert ist der Ahornweg mit einem weißen Ahornblatt auf schwarzem Grund.

Wie oft wir / ich dem Ahornweg auf anderen Touren schon begegnet sind, das kann ich gar nicht mehr sagen. Ich würde fast wetten, dass wir den größten Teil schon kennen. Aber wir möchten den Weg auch einmal am Stück gehen und zwar in so wenigen Etappen wie nur möglich. Die Anbindung des Wegs an den Bahn- und Busverkehr ist (von Herford aus) recht gut, sogar am Wochenende. Mit dem Auto ist es eine gute Stunde Fahrt dorthin, was nicht gerade kurz ist.

Unsere erste Etappe bringt es auf 16,5 km. Sie startet am Bahnhof Hilter am Teutoburger Wald und führt  nach Wellingholzhausen. Diese Etappe lässt sich mit Bus und Bahn noch ganz gut erwandern. Der Ahornweg kommt praktischerweise am Bahnhof von Hilter am Teutoburger Wald vorbei. So fällt der Einstieg leicht.

Am Ahornweg liegen so einige Highlights, darunter mehrere Aussichtstürme, die Iburg und der Kamm des Teutoburger Waldes. Auch auf unserer Etappe ließ das erste Highlight nicht lange auf sich warten. Die tiefe Senke im Wald gehörte einst zu einem Steinbruch und unten steht noch eine spannende Hausruine. Wir haben es bei einem Blick von oben belassen. Man kommt zwar bestimmt irgendwie nach unten, aber wir wollten uns nicht schon auf dem ersten Kilometer in den Matsch stürzen. Vielleicht ein anderes Mal, zu einer trockeneren Jahreszeit. Es wird zwar nicht mehr viel zu sehen geben, aber Ruinen sind immer eine coole Sache.

Bei Fast 2000 Höhenmetern bleiben Aufstiege nicht aus, die kann der Ahonweg wirklich gut! Zum Glück sind sie meistens eher kurz und knackig. Das ist mir immer lieber, als mich über Kilometer aufwärts zu mühen. An einem wunderschönen alten Wanderschild und einem kurzen Baumlehrpfad entlang gelangt man so recht zügig immer höher. Das Ziel ist der Funkturm auf der Steinegge. Dort waren wir vor zwei Jahren zum Beispiel schon einmal. Da hatten wir hier unsere „Erholungsrunde“ nach dem 30 km Mammutmarsch in Dortmund gedreht. Der TERRA.track „Von Egge zu Egge“ brachte uns damals zum Turm.

Trotzdem sind wir auch dieses Mal auf den Turm hinaufgestiegen um den Ausblick zu bewundern. 150 Stufen hat die Treppe, die sich außen am Turm hinaufwindet. Man sollte schon schwindelfrei sein für die Aktion, aber versprochen: es lohnt sich! Der Turm ist stolze 61 m hoch, wobei die Aussichtsplattform auf 25 m Höhe liegt.
An diesem Wandertag spielte endlich auch mal wieder das Wetter mit und so war uns ein herrlich klarer Blick vom Turm gegönnt. Es kann allerdings sehr windig sein dort oben! Wir haben nur eine Trinkpause eingelegt und mussten dafür schon nach einem einigermaßen windgeschützen Meter Aussichtsplattform suchen. Ich habe nachgeschaut, auf unserer Erholungsrunde habe ich genau die gleichen Fotos gmacht, aber da war der Wald wunderbar grün. Ich habe den Winter so satt!

Was Wege anbetrifft, macht der Ahornweg auf jeden Fall alles richtig: super schöne und weiche Waldwege, allenfalls mal Schotter, Asphalt nur bei den Orten, die an der Strecke liegen. Wir sind durchs Laub geschlurft, mussten hier und da kleineren „Sümpfen“ ausweichen und ein wenig stolperig wurde es ganz selten auch mal. Einfach toll! Dann kam der wohl schönste Abschnitt durch einen traumhaften Nadelwald. So herrlich grün und dazwischen das Sonnenlicht, phantastisch! Naturerlebnisse bietet der Ahornweg in Mengen.

Über hölzerne Stege und entlang eines plätschernden Bachs führte uns die Route weiter hin zur Schwarzen Welle. Sie ist eine Sickerquelle, darum sieht man keine Wasserbewegungen. Sie liegt wie ein vergessener Pool im Wald und ist Wasserspender für den Fluss Hase, der gar nicht so weit entfernt entspringt. An der Schwarzen Welle laden eine Hütte und Sitzgelegenheiten zu einer Pause ein. Wir sind direkt weitergelaufen, denn erstens kannten wir die Quelle schon und zweitens war eine größere Wandergruppe dort gerade im Begriff ein Kuchenbuffet aus den Rucksäcken zu holen.
Bald schon kam der Beutlingsturm in Sicht, der unser nächstes Zwischenzielt war.

Für den Beutlingsturm war ein letzter Aufstieg nötig. Wir snd die Etappe am 21.12.25 gelaufen und sogar im Wald weihnachtete es bereits. Wir haben eine kleine und sehr rustikale Hütte entdeckt, die tatsächlich ein wenig weihnachtlich geschmückt war. Eine sehr goldige Idee. Dafür ist ein kurzer Abstecher vom Weg nötig und ich bin mir nicht sicher, ob man die „Hütte“ zur grüneren Jahreszeit überhaupt sehen kann. Aber den witzig bemalten Baumstumpf, den wird man auf jeden Fall sehen. Wer immer sich das ausgedacht hat, Humor hat die Person. Der Baumstumpf guckt genauso entsetzt wie ich, wenn es bergauf geht.

Auf dem Beutlingsturm waren wir ebenfalls bereits zweimal, deshalb sind wir dieses Mal nicht hinaufgestiegen. Ich rate ansonsten aber dringend dazu! Der Turm ist einer der schönsten Aussichtstürme, die ich kenne. Wir haben am Fuße des Turms eine längere Pause eingelegt, weil wir noch so viel Zeit hatten bis der Bus fuhr. Eine Schutzhütte und Tische und Bänke sind hier ideal für eine bequeme Rast. Wir haben wirklich ausgiebig dort am Turm getrödelt, aber schließlich sind wir immer noch zu früh wieder aufgebrochen. Im Sitzen wurde es langsam etwas zu frisch.

Die restliche Wartezeit haben wir im Café „Zum Beutling“ bei heißem Tee und Kaffee ausgesessen. Das Café ist zu empfehlen! Etwas altmodisch, sehr gemütlich und die Bedienung war super freundlich. Wenn du die Runde auch bei kaltem oder ungemütlichem Wetter läufst, dann ist es eine prima Gelegenheit um sich am Ende wieder aufzuwärmen. An Wanderer ist man hier scheinbar gewöhnt, denn niemand hat uns mit dem Rucksäcken und den nicht mehr ganz sauberen Hosen schräg angeschaut. Wirklich sympathisch!

Bis Wellingholzhausen ist es nach dem Café nur noch ein Katzensprung und die Bushaltestelle „Haus des Gastes“ ist ebenfalls fix erreicht. Nur fuhr der Bus von dort für uns in die falsche Richtung. Kurze Ratlosigkeit brach aus und wir sind ganz schön hin und her geirrt. Die Bushaltestelle für die Gegenrichtung liegt zwar gegenüber, aber hinter dem Haus, das dort steht. Darum konnten wir sie nicht sehen.

Eine sehr schöne Etappe auf dem Ahornweg von Hilter am Teutoburger Wald. Mit dem Ahornweg macht man als Wanderer auf keinen Fall etwas falsch! Er ist zwar stellenweise etwas anstrengend, bietet aber dafür viele Highlights mit tollen Aussichtspunkten und Natur satt! Daher gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung für den Ahornweg! Für uns sind damit die ersten 16,5 km von 104 km geschafft.

NameAhornweg Etappe 1 – Hilter am Teutourger Wald -> Wellingholzhausen (GPX)
Länge16,5 km
Auf- & Abstieg↑ 500 ↓ 430
StartpunktBahnhof Hilter am Teutobuger Wald
ZielpunktBuhaltestelle „Haus des Gastes“ Wellingholzhausen
WegbeschaffenheitWald- und Wanderwege, gelegentlich Schotter
Aktualität12 / 2025
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