Skyloop am Steinhuder Meer – In 40 m Höhe auf dem Klettersteig

Mardorf am Steinhuder Meer ist um eine actiongeladene Attraktion reicher!
Am 28.08.2026 wurde dort der neue Skyloop feierlich eröffnet.
Die Idee entstand bereits im Jahr 2017, im November 2025 war Baustart und seit Ende August kann das 40 m hohe Bauwerk, das einem geschwungenen Brückenbogen nachempfunden ist, auf verschiedene Art erobert werden.

Die Erlebnisse auf dem Skyloop
  • Aussichtsplattform in 34 m Höhe und mit einer Größe von 100 qm für den perfekten Weit- und Rundumblick
  • Mega-Rutsche mit einer Länge von 85 m, eine rasante Rutschpartie
  • Zipline aus 34 m Höhe, durch die Skyloop Bögen hindurch
  • Basejjump aus 30 m Höhe
  • Giantswing, erst der freie Fall und dann schaukeln in luftiger Höhe
  • Skytrail, der Klettersteig bis hinauf auf 40 m

Den Skyloop hatte ich ursprünglich auf Instagram entdeckt und bin dem Bautagebuch dort gespannt gefolgt. Von Anfang an stand fest, sobald der Skyloop fertig ist, muss ich ihn ausprobieren!

Vor einigen Tagen war es nun soweit und ich machte mich mit Bahn und Bus auf den Weg nach Mardorf. Meine Wahl unter den Erlebnissen war auf den Skytrail gefallen, den Klettersteig. Etwas ähnliches habe ich vor einigen Jahren schon einmal auf der Müngstener Brücke gemacht und auch das war ein geniales Erlebnis gewesen.

Anfahrt

Wie geschrieben bin ich mit den Öffis nach Mardorf gefahren. Zunächst mit dem Zug nach Wunstorf, mit einer wieteren Bahn nach Neustadt am Rübenberge und schließlich von dort mit dem Bus nach Mardorf bis zur Haltestelle Jugendherberge. Alternativ bietet sich die Haltestelle Rote-Kreuz-Straße an, die noch etwas näher am Skyloop liegt.
Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, findest du direkt am Skyloop einen Parkplatz. Er ist groß, aber nicht so groß, dass ich mich bei gutem Wetter und am Wochenende darauf verlassen würde. An der Straße Pferdeweg gibt es einen Großparkplatz, der nur wenige Gehminuten entfernt ist.

Aktueller Hinweis, Stand 08 / 26
Aufgrund einer Baustelle bedienen die Busse ab Neustadt a. Rübenberge derzeit nicht alle Haltestellen, ab Mardorf ist es kein Problem mehr. Dort werden die Haltestellen angefahren. An meinem Bus ab Neustadt a. Rübenberge stand die passende Liniennummer, aber nicht die passende Endhaltestelle. Am besten fragst du den Fahrer. Sei außerdem ca .10 Minuten vor Abfahrt an der Haltestelle (Hin- und Rückweg). Bei mir passten in beiden Fällen die Abfahrtzeiten nicht und die Busse fuhren früher. Zwar nur wenige Minuten, aber Bus weg ist Bus weg und ärgerlich!

Preise (Kind = 4 – 13 Jahre)

Eintritt / Aussichtsplattform – 9,00 €
Mega Rutsche 4,00 €
Zipline 17,00 €
Basejump 17,00 (ab 12 Jahre)
Giantswing 30,00 € (ab 12 Jahren)
Skytrail 26,00 € (Kind 20,00 €)

Der Eintritt wird zu allen Erlebnissen fällig und beeinhaltet die Aussichtsplattform

Am und um den Skyloop

Ich habe vor dem Klettersteig zunächst eine Erkundungsrunde gestartet und mich am Skyloop umgeschaut. Man kann sich dort auch ohne eines der großen Erlebnisse gut eine ganze Weile umtun. Vor allem natürlich bei gutem Wetter. Es gibt verschiedene Snackstände und natürlich bekommt man auch Getränke. Damit kann man sich auf rustikale Holzbänke setzen, essen und die Atmosphäre am Sykloop genießen. Es ist aber auch erlaubt, Snacks und Getränke selbst mitzubringen.
Wellenliegen und Bänke gibt es ebenfalls und natürlich ist auch eine Toilette vor Ort.
Auf die Aussichtsplattform gelangt man entweder über eine Treppe, oder mit einem Lift. Der Zugang ist also barrierefrei.

Auf dem Skytrail Klettersteig

Tickets für die Erlebnisse bekommt man entweder vor Ort an der Kasse oder auf der Seite des Skyloops. Dort wählt man dann einen passenden Timeslot aus. Für den Skytrail solltest du etwa 15 Minuten vor deinem Timeslot am Container sein. Dort füllst du eine Erklärung aus, dass du quasi auf eigene Verantwortung klettern gehst. Das kennt man ja von vielen anderen solchen Unternehmungen.
Mitgebrachte Rucksäcke und / oder Taschen kannst du während der Klettertour am Container in Verwahrung geben. Schmuck muss komplett abgelegt werden, ehe es hinauf geht. Mein Handy durfte ich mitnehmen. Eigentlich nutze ich in solchen Fällen eine Handyleine, die hatte ich aber leider vergessen. Ich rate aber auf jeden Fall dazu, es fühlt sich sicherer an als wenn man da oben in der Tasche kramen muss.

Für den Skytrail bekommst du natürlich Gurtzeug und auch einen Helm. Beim Anlegen des Gurtzeugs helfen die Jungs und Mädels vor Ort. Sie geben auch die Helme aus. Da ich mit solchen Gurten meist recht talentfrei bin, war ich ausgesprochen froh darüber. Wenn es dir genauso geht oder du so etwas überhaupt zum ersten Mal machst, mach‘ dir keine Sorgen. Das bekommt man gemeinsam gut hin!

Anschließend geht es dann mit einem Guide los zum Aufstieg des Skytrails. Er führt zunächst auf Leitersprossen, dann auf Halbstufen und schließlich auf normalen Stufen 40 m aufwärts. Zuvor bekommst du eine Einweisung in die Handhabung der Kletterhaken. Auch hier, keine Sorge, nach ein paar Stufen hat man den Dreh heraus. So schwierig ist es nicht und die Einweisung ist wirklich gut.

Oben angekommen eröffnet ich dann die grandiose Aussicht ins Land und natürlich hinüber zum Steinhuder Meer. Ich wusste immer schon, dass es groß ist Wie groß es wirklich ist, das ist mir aber erst dort oben klar geworden.
Es gibt einen Selfiepunkt am höchsten Punkt, für den man auf einen Ausleger hinausgeht. Bei meinem Besuch war es extrem windig, daher habe ich darauf lieber verzichtet. Vielleicht ein anderes Mal, wobei ich denke, nächstes Mal werde ich ein anderes Erlebnis ausprobieren.

In luftiger Höhe angekommen, warten einige besondere „Schikanen“. Es geht über schmale Stege, im Zickzack über Podeste und zum Schluss über eine schwankende Holzbücke. Bei der Holzbrücke ist der erste Schritt auf die Bretter ein ganz besonderes Gefühl, versprochen! Es macht jedenfalls richtig Spass. Es gibt immer etwas zu entdecken, das nächste „Hindernis“ zu schaffen oder einfach den Ausblick zu genießen.

Das kleine Abenteuer war jedenfalls viel zu schnell vorbei. Du musst aber nicht sofort wieder nach unten, sondern kannst dir noch Zeit für die Aussichtsplattform nehmen. Auf dem Weg nach unten kannst du dir vielleicht noch einen Basejump oder die Giantswing in Action anschauen. Je nachdem, wo gerade etwas los ist. Ich habe mir die Giantswing angesehen und beschlossen, dass sie beim nächsten Besuch dran sein wird!

Zum Abschluss des Tages habe ich mir an einem Snackwagen noch eine Portion Pommes schmecken lassen und bin dann wieder in Richtung zuhause aufgebrochen.

Ein paar Worte zum Umweltaspekt

Ich habe sehr viel Kritik daran gelesen, dass für den Skyloop heftig in die Natur eingegriffen wurde. Anfangs hatte ich auch Zweifel. Mir ist eine Wiese, eine Weide oder ein Wald lieber als eine Attraktion wie der Skyloop. Natürlich musste dafür eine gewisse Grünfläche weichen. An der Planung war aber uA auch die Untere Naturschutzbehörde beteiligt. Ich gehe davon aus, dass man dort einen Blick dafür hat, wie sehr solch ein Projekt in die Natur eingreift. Auf mich wirkte das Gelände noch etwas kahl. Soweit ich gelesen habe, soll der Turm aber noch im Stil eines Vertical Gardens begrünt werden. Es wurden bereits Bäume, Rosen, Stauden und und und gepflanzt. Es ist sicher eine Frage der Zeit, aber dann wird das Grün auf dem Areal zurück sein.

Fazit

Mir hat es am Skyloop und vor allem auf dem Klettersteig sehr gut gefallen und ich empfehle das Abenteuer gerne weiter. Einen solchen Blick wie von dort oben, bekommt man nirgends sonst am Steinhuder Meer geboten. Kombiniert mit dem Klettererlebnis, ergibt das ein adrenalingeladenes und einmaliges Gesamtpaket.
Natürlich ist es nicht gerade günstig. Ich kann es nur mit dem Klettersteig auf der Müngstener Brücke und dem Gigaswing und der Zipline im Harz vergleichen und beides ist deutlich teurer. Von daher empfinde ich die Preise am Skyloop als erträglich. Vor allem, weil man die Erlebnisse wohl kaum jede Woche machen wird.

Vielen Dank an Skyloop360 für die Zusammenarbeit und den lieben Kontakt!

Teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert